Sozialen Zusammenhalt nicht gefährden

 

Vorstand des SPD-Stadtverbands gegen Schließung der Stadtteilzentren

„Die drei Stadtteilzentren Böckmanns Laden, Stadtteiltreff Süd und das Stadtteilzentrum Kastanienallee sind für uns unverzichtbar. Die von der Verwaltung der Stadt Herford vor-geschlagene massive Kürzung der Zuschüsse würde dazu führen, dass diese bewährten Einrichtungen der Stadtteilarbeit geschlossen werden. Das muss verhindert werden.“

So Christa Kollmeier, Vorsitzende des SPD-Stadtverbands Herford.

Der Vorstand der Herforder Sozialdemokraten hat in seiner letzten Sitzung eine Stellung-nahme zu den Haushaltsberatungen beschlossen. Die Sozialdemokraten sehen mit großer Sorge die vorgesehenen Kürzungen im Sozialbereich. Sie wenden sich besonders gegen eine Schließung der Stadtteilzentren.

Der Altenhilfeplan der Stadt Herford hebt die Bedeutung der quartiers- und nachbar-schaftsbezogenen Begegnungsmöglichkeiten besonders hervor. „Das dürfen wir nicht in Frage stellen. Wir wissen, dass der demographische Wandel sich auch in Herford immer stärker auswirkt. Besonders steigt die Zahl der Hochbetagten. Alte Menschen wollen solange wie möglich selbstbestimmt und selbständig leben. Die Begegnungsstätten bieten ihnen Kontakte in ihrem direkten Wohnumfeld, Hilfsangebote, schützen vor Einsamkeit“, betont Christa Kollmeier.

Für den Stadtverbandsvorstand ist auch klar, dass die Stadtteilzentren von der ehrenamt-lichen Tätigkeit leben, dass aber das Ehrenamt durch hauptamtliche Mitarbeiter unterstützt werden muss. Die konkreten Angebote in den Stadtteilzentren werden von Ehrenamtlichen geleistet. Auch die Selbsthilfegruppen, die sich in den Stadtteilzentren treffen, sind ehren-amtlich organisiert. Von einer Schließung wären sie direkt betroffen.

„Selbstverständlich sehen wir die schwierige Haushaltslage. Selbstverständlich muss der Rat die Finanzen unserer Stadt in Ordnung bringen. Das kann auch nicht ohne Kürzungen bei den Ausgaben gehen. Für die Bürgerinnen und Bürger ist aber wichtig, dass das gerecht geschieht. Alle Bereiche müssen herangezogen werden, auch der Sozialbereich kann dabei nicht ganz ausgespart werden. Aber gerade im sozialen Bereich haben Kürzungen oft folgenschwere Konsequenzen für den sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt“, stellt der Vorstand der Herforder SPD fest.

An den Rat richtet der Vorstand die Forderung: Es muss verhindert werden, dass wichtige soziale Einrichtungen in unserer Stadt geschlossen werden. Bewährte Strukturen der Se-niorenarbeit in den Stadtteilen, aber auch der Jugendarbeit, zum Beispiel im Stadtteil Radewig, dürfen nicht unwiederbringlich zerschlagen werden.